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Statements: Hort der Stabilität

Mit flexiblen Global Macro-Strategien lassen sich auch in einem schwierigen Marktumfeld attraktive Erträge erzielen.

Viele Anleger setzen sich zum Ziel, jedes Jahr absolut positive Erträge zu erzielen. In Zeiten rekordtiefer Zinsen scheint das nur mit Investments an den Aktienmärkten möglich, denn während beispielsweise Staatsanleihen früher eine verlässliche attraktive Grundverzinsung boten, hat in den letzten Jahren das immer weiter gesunkene Zinsniveau die Renditen tief in den Keller gedrückt, so dass viele Staatanleihen zeitweise unter dem Strich sogar Verluste bringen. Ein reines Engagement in Aktien birgt aber naturgemäss hohe Risiken. Eine Alternative bieten Multi-Asset-Strategien. Der vermögensverwaltende Ansatz versetzt Anleger in die komfortable Lage, unabhängig von der Großwetterlage an den Finanzmärkten positive Renditen anzuvisieren.

Ende eines 30 ­‐ jährigen Bullenmarktes

Seit 1981 befindet sich der Markt in einer Welt fallender Zinsen, was Anlegern in Staatsanleihen eine Zusatzrendite von 3- 4% p.a. bescherte. Diese Rendite konnte auch im Aktien- und Immobilienmarkt beobachtet werden. Die Wahl von Donald Trump setzt dem 35-jährigen Bullmarkt für Anleihen ein Ende. Vom jetzigen Niveau aus dürften die Zinsen langsam steigen. Aufgrund der Wachstumsschwäche und dem strukturellen Anpassungsbedarf innerhalb des Euro Raumes dürften die Zinsen in Europa und auch in der Schweiz jedoch weiterhin sehr tief bleiben. Ein flexibler, globaler Approach zur Bewirtschaftung des Anleihen Segmentes ist deshalb zentral.

Neutrales Mischportfolio mit hoher Stabilität

Ein klassisches, konzentriertes Mischportfolio aus Aktien und Renten ist in der Regel anfällig gegen steigende Zinsen. Ein neutrales Portfolio, bestehend aus 25% Aktien und 75% Anleihen lässt sich im aktuellen Marktumfeld sehr flexibel bewirtschaften. So kann in die aussichtsreichsten Aktien- und Anleihenmärkte investiert werden. Zudem ist es sinnvoll, Leerverkäufe auf einzelne Märkte zu tätigen, falls es die Marktsituation erfordert. Dadurch entsteht ein neutrales Mischportfolio, das auch weiterhin überwiegend konservativ ist, jedoch über deutlich mehr Stabilität verfügt. Bei den aktuellen Niedrigzinsen ist es sinnvoll, günstig einen begrenzten Leverage von typischerweise 20-50 % aufzubauen, um so eine Extrarendite von 1-2 % pro Jahr zu erwirtschaften. Für den flexiblen Mix aus verschiedenen Anlageklassen kommen Aktien, globale Staatsanleihen sowie Währungen und Rohstoffe in Frage. Derzeit bevorzugen wir allerdings Anleihen und Aktien.

Gezielte Short-Positionen

Auf der Anleihenseite beurteilen wir US-Staatsanleihen nach dem Zinsanstieg wieder als attraktiv, hauptsächlich infolge der transparenten Politik der US-Notenbank Fed und als Absicherung für den Aktienanteil. Aber auch die Aktienmärkte in Europa und Japan sind aufgrund der Bewertungen oder der quantitativen Lockerungsprogramme interessant. Unter den Sektoren tätigt das Team gezielt Investitionen in Gesundheitsaktien (insbesondere Biotech), Rohstoffaktien und europäische Banken. Leerverkaufspositionen bestanden mehrmals auf deutsche Staatsanleihen, als auf 5-jährige Anleihen Negativzinsen anfielen.

Portfoliokonstruktion mittels Einsatz einer proprietären „Risk Engine“

Das Risikomanagement ist integraler Bestandteil und Impulsgeber des Anlageprozesses. Bellevue hat eine eigene Risikomanagement-Software entwickelt, welche verschiedene quantitative Modelle kombiniert. Das Portfolio Management Team hält aktiv Ausschau nach Anlageideen, welche einem spezifischen Risikoprofil entsprechen. Diese werden innerhalb des Risikomodells simuliert, um deren Interaktion mit dem bestehenden Portfolio zu bestimmen. Das Portfoliorisiko wird über die Zeit konstant gehalten, indem ein explizites Risikoniveau auf Tagesbasis angestrebt und überprüft wird. Dabei befindet sich die Diversifikation des Portfolios in einem klar definierten Bereich.

Markus Peter | Bellevue Asset Management